Licht in der Dunkelheit – Ein Hausbesuch in Moldawien

14.1.2026
Eine Frau steht am Gartentor und empfängt Besuch von einem Päckli-Verteilteam

Während der Verteilreisen von Licht im Osten werden zahlreiche Schulen und Altersheime besucht. Gleichzeitig suchen die Teams auch gezielt Menschen in ihren eigenen vier Wänden auf. Es handelt sich um Personen, mit denen die lokalen Partner von Licht im Osten bereits in der Vergangenheit in Kontakt standen. Manche dieser Hausbesuche sind im Voraus vereinbart, andere entstehen spontan und ungeplant. Gerade diese persönlichen Begegnungen eröffnen oft besondere Momente – so auch bei dem folgenden Hausbesuch eines Verteilteams in Moldawien.

Am Sonntagnachmittag, dem 28. Dezember, begibt sich ein Verteilteam in Moldawien auf einen Hausbesuch. Die Hausbesitzerin weiss nichts von dem geplanten Besuch, weshalb zunächst unklar ist, ob jemand zu Hause ist. Schliesslich öffnet eine Frau mittleren Alters die Tür. Sie ist Mutter zweier Söhne, die zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend sind.

Beim Betreten des Hauses fällt sofort die Dunkelheit auf. Alle Fenster sind geschlossen, und kein Licht brennt. Die einzigen Lichtquellen sind zunächst die Handylampen des Teams. Im kleinen Raum rund um den Kachelofen wird deutlich, wie schlecht die Luftqualität ist. Der Ofen, die einzige Wärmequelle im Haus, verströmt viel Russ und Rauch.

Zu Beginn stellt sich das Verteilteam vor und erklärt das Ziel des Besuchs. Neben einem Geschenk soll vor allem eines weitergegeben werden: Freude und die Liebe Jesu. Um diese Botschaft greifbar zu machen, erzählt das Team ein kurzes Gleichnis über Licht und Dunkelheit – passend zur aktuellen Situation der Frau. Dunkelheit kann Licht nicht verdrängen, doch Licht hat die Kraft, einen dunklen Raum zu erhellen. So möchte Jesus Licht in das Leben der Menschen bringen.

Als symbolisches Zeichen erhält die Frau eine Kerze, die sie an dieses Gleichnis erinnern soll. Nach einigen Weihnachtsliedern, einem Gebet und der Übergabe des Geschenks verabschiedet sich das Verteilteam von einer sichtlich berührten Frau – in der Hoffnung, dass Jesus ihr dauerhaftes Licht schenken darf.

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