Yaroslav: Seit über 20 Jahren unschuldig im Gefängnis!

8.7.2022
Yaroslav mit seiner Ehefrau, Ukraine

Yaroslav sitzt seit über 20 Jahren unschuldig hinter Gittern

Vor über 20 Jahren wurde ein junger Christ in der Ukraine für eine Tat verurteilt, die er nie begangen hat. Seither sitzt Yaroslav unschuldig im Gefängnis. Licht im Osten setzt sich dafür ein, dass Yaroslav freigelassen wird. Hier erhältst du, aktuellste Updates zu den anstehenden Gerichtsterminen und erfährst, was Yaroslav in seinen Jahren im Gefängnis alles durchgemacht hat.

Ende Juli fand ein weiterer Gerichtstermin statt. Leider wurden die neuen Beweise nicht zugelassen. Beten wir für Yaroslav, seine Familie und die Anwälte, dass sie die Hoffnung nicht aufgeben und weiterhin für Gerechtigkeit kämpfen!

Warum ist Yaroslav im Gefängnis?

Im März 1998 wurden Yaroslavs Grosseltern und sein Onkel ermordet. Zum Tatzeitpunkt war Yaroslav zuhause bei seiner Familie. Als er am nächsten Morgen von seinem Vater die traurige Nachricht hörte, machten sie sich gemeinsam auf den Weg zum Haus ihrer Verwandten. Die Polizisten, die den Tatort untersuchten, stellten viele Fragen. Als Tatwaffe diente ein Messer, mit welchem Yaroslav tags zuvor mit seinem Grossvater mehrere Kaninchen zerlegt hatte. Sofort wurde der junge Mann verdächtigt, obwohl er ein glasklares Alibi hatte. Die Behörden recherchierten nicht weiter, der schlimmste Alptraum seines Lebens begann. Er wurde während zwei Tagen und Nächten ohne Wasser, Essen und Schlaf verhört. Yaroslav erinnert sich: «Die Polizisten versuchten alles, um mich dazu zu bringen, etwas einzugestehen, das ich nicht gemacht hatte. Langsam war mir egal, was mit mir passieren würde, ich wollte einfach, dass es meiner Frau und meiner kleinen Tochter gut geht. Man sagte mir, wenn meine Frau mein Alibi bestätigt, würde man sie ebenfalls verhaften und unsere Tochter in ein Kinderheim stecken. Unter diesen Drohungen und dem psychischen Druck willigte ich schliesslich ein und legte falsche Aussagen gegen mich selbst ab.»

Yaroslav wurde am 18. August 1999 zur Höchststrafe verurteilt: Erschiessung. In dieser Zeit lernte er eine wichtige Lektion fürs Leben. Bis zum Tag seiner Verurteilung hatte er ohne Zweifel vertraut und geglaubt, dass Gott ihn vor der Gerichtswillkür beschützen wird. Doch danach war Yaroslav während drei Monaten wütend auf Gott. Schliesslich wurde ihm bewusst: «Alles, was Gott mit uns vorhat, macht uns stärker und fester im Glauben. Einerseits verstand ich nicht, wieso Gott alle diese Dinge zuliess, doch andererseits wurde meine Liebe und das Vertrauen zu ihm jeden Tag grösser.» Im Jahr 2000 wurde schliesslich Yaroslavs Todesurteil in lebenslängliche Haft umgewandelt. So hat Gott ihn gerettet!

Wie Yaroslavs Verhältnis zu seinen Mitgefangenen ist und wie Gott ihn vor einer Vergiftung verschont hat, liest du im Interview.

Interview lesen
Weitere Neuigkeiten

Was dich auch interessieren könnte:

LIO Medienmitteilung und aktuelle Bilder zum Herunterladen

Gerne darfst du unsere Medienmitteilung und die aktuellen Bilder teilen oder veröffentlichen, damit Menschen von Licht im Osten hören – und sich engagieren!

Anfang September beginnt die Schule: LIO schult 2300 Kinder ein!

Am 1. September startet das neue Schuljahr. Dank der Aktion «Dein Schulsack hilft» können 2090 Kinder mit einem Schulsack aus der Schweiz die Schule besuchen.

Jetzt anmelden für die Weihnachtspäckli Verteilreisen 2022!

Komm mit nach Rumänien oder Moldawien, hilf unseren lokalen Partnern beim Verteilen der Weihnachtspäckli und erlebe berührende Momente.